Web Montag Berlin - 17.09.2007

Live-Weblogging vom Berliner Web Montag am 17.09.2007 im “newthinking store” in Berlin-Mitte:

20:08 Uhr: Markus Beckedahl berichtet über die witzigsten und spektakulärsten Aktionen und Erlebnisse des Weblogs netzpolitik.org

20:31 Uhr: Markus ist mit seiner Erzählung fertig und berichtet jetzt über die bevorstehende Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung am 22. September 2007 ab 13:30 Uhr am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin-Mitte. Es gibt auch ein WikiWiki mit vielen Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten.

20:37 Uhr: Markus zeigt ein heute online veröffentlichtes Video zur bevorstehenden Demo am 22.09. in Berlin.
Weblink zur Flash-Version (leider mit dreisekündigem, vorgeschaltetem Werbespot): sevenload.com und bei www.archive.org liegt die Video-Datei in den beiden Formaten MPEG4-Datei (6,8 MegaByte, codiert mit 256 Kb) und QuickTime (65 MegaByte) zum Download bereit.

20:45 Uhr: Es entsteht ein nette, kleine Diskussion über die mangelhaften Kenntnisse der Politiker und Bundestagsmitarbeiter, Einflüsse der Lobbyisten, Einschränkungen der Freiheit, Details der Vorratsdatenspeicherung, realistische und unrealistische Schreckensszenarien, usw.

20:53 Uhr: Ein Besucher schlägt vor, ein Video von Michel Friedman vorzuführen: “Michel Friedman über Schäubles Kampf gegen den Terror, Trojaner und darüber, wie viel der Staat vom Bürger wissen sollte”.

21:01 Uhr: Die Diskussion wird fortgesetzt ;-) Jemand fragt, ob nicht anschaulichere “Schreckensszenarien” formuliert werden müssten, weil das meiste noch zu abstrakt oder theoretisch oder zu viel mit Fachbegriffen durchsetzt sei und für die Mehrheit der Leute unverständlich und daher nicht motivierend sei. Antwort aus dem Publikum: Es gäbe bereits tatsächliche Ereignisse, die erschreckend genug seien: Ein Promotionsstudent der Sozialwissenschaften sei im Umfeld von §129a-Ermittlungen verhaftet worden, weil er in einer Facharbeit das Wort “Gentrification” verwendet habe, bzw. haben einige Leute bei Treffen ihre Mobiltelefone nicht dabei gehabt und daher seien diese Treffen von den Ermittlungsbehörden als “konspirativ” bewerten worden (Berichte bei u.a. Heise und Telepolis).
Ein Wortbeitrag aus dem Publikum stellt die Frage, die Bevölkerung wolle doch Sicherheit und ob man nicht diesen Sorgen künftig mehr Gewicht geben müsse. Daraufhin entgegnet ein anderer Besucher, dass es niemals volle Sicherheit geben können und “die Sicherheit” immer den Bedrohungen/Angreifern/Waffen hinterhergehinkt habe und oft dann auch den Aufwand nicht mehr wert sei.

21:13 Uhr: Diskussion im Plenum wird abgebrochen, die Bar eröffnet und die Diskussion in kleinen Gruppen fortgesetzt.

Ende des Live-Webloggings. Der nächste Webmontag in Berlin findet am 15. Oktober 2007 im “newthinking store” statt.

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