Archive for the ‘Berlin’ Category

Web Montag Berlin – 16.02.2009 – Nr. 33

Monday, April 20th, 2009

1.
Laszlo Papp stellt “echo – Die planetarische Agora” vor, eine neue Internetplattform für glokale Selbstbestimmung und demokratisches Engagement.

Laut Wikipedia war die Agora in Athen in der griechischen Antike ein Versammlungsplatz der Polis, Die Agora wurde für die Heeres-, Gerichts- und Volksversammlungen der freien Bürger genutzt und stellt einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der attischen Demokratie dar.

“echo – Die planetarische Agora” soll der Versammlungsplatz für interessierte Menschen werden.

2.
Sebastian Küpers stellt myON-ID vor, einen web 2.0-Dienst zum eigenen Reputationsmanagement.

3.
Andreas Spading stellt sofatutor vor, ein Video-Plattform mit strengem Bildungsfokus.
sofatutor vereint Lerninhaltevermittlung mit Crowdsourcing und RevenueShare .

4.
Jacob Tigges und sein Büros Mila stellen das Projekt “The Berg – Tempelhof Mountain” vor.
“The Berg – Tempelhof Mountain” ist ein genialer Entwurf zur Nutzung des mit mehr als 300 Hektar riesigen Geländes des jüngst stillgelegten Flughafens, der Berlin um ein weiteres Wahrzeichen reicher machen würde.

Während der Senat von Berlin dem berühmten Flughafen Tempelhof ohne Not und vor allem ohne Plan oder Ideen für die zukünftige Nutzung im wahrsten Sinne des Wortes das Leben nimmt, schlägt der Berliner Architekt Jacob Tigges vor, einen 1.071 Meter hohen künstlichen Berg mitten in die Stadt zu setzen.

Computervisualisierungen zeigen eine abwechslungsreiche, sich vor Straßenzügen und Berliner Wahrzeichen wie dem Funkturm erhebende Alpinlandschaft mit Felsen, Wiesen und Wald, mit Almen und Skipisten, mit weidenden Gämsen vor der Skyline Berlins.

“Kommt und seht ‘The Berg’”, lautet der Slogan in der für den Ideenwettbewerb angefertigten Broschüre. Selbst Werbesujets für den zukünftigen Berlin-Tourismus haben sich Tigges und seine Mitarbeiter schon ausgedacht: Wanderer und Picknicker auf einer Wiese über den Dächern der Stadt, dazu der Slogan “Berlin verbindet”.

“Der Berg ist durchaus ernst gemeint, als Idee”, schreibt Tigges in dem Einreichungstext für den Ideenwettbewerb des ideen- und planlosen, einfältigen Senats.

Während große und reiche Städte anderswo die Grenzen des Möglichen testen, indem sie gigantische Hotels in Segelform, kilometerhohe Wohntürme oder scheinbar über dem Wasser schwebende Kulturtempel bauen, leistet Berlin sich einen Berg. Berlin muß ihn aber nicht bauen, um ihn zu besitzen. Auch sonst nicht verlegen, behaupten wir einfach einen Berg zu haben. Wir malen uns unseren Berg aus, so großartig und so lange, bis wir ihn selber sehen können: Über Tausend Meter ist er hoch. Schon im Herbst und noch im Frühjahr ist sein Gipfel schneebedeckt…
Die Hamburger erblassen vor Neid, die Münchner beginnen sich Ihres entfernten Alpenpanoramas zu schämen und die in der Entzauberung physischer Utopien erprobten Planer des mittleren Ostens schaffen umgehend naturgetreue Kopien.
Tempelhof ist im Bewußtsein nicht nur der Berliner: Die Leute kommen in Scharen um den Berg nicht zu sehen. So,
Kommt und seht The Berg!

5.
Holger Drewes stellt TVBookmark.de vor, einem Web 2.0-Dienst, der eine Übersicht und Suche von “Internetfernsehsendungen” via WebTV oder IPTV bietet.
TVBookmark stellt gegenwärtig Verweise auf ca. 400 Sendungen sowie auf mehr als 70.000 zugehörige Videos von TV-Sendern, Verlagen und Video-Blogs zur Verfügung.

6.
Oli berichtet vom BarCamp Baltics 2009 in Riga, Lettland. Von den extrem engagierten (und teilweise sehr jungen) Organisatorinnen und Organisatoren über die großen Entfernungen, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Anreise zurücklegten bis hin zur Stimmung und den Inhalten der Sessions war das BarCamp Baltics 2009 in Riga unglaublich toll, wunderbar, großartig, sehens- und hörenswert!
Wer kann, sollte beim BarCamp Baltics 2010 auf jeden Fall dabei sein! Vermutlich werden die BarCamps Caspian 2009, Central Asia 2009 sowie Kyrgyzstan 2009 (zweiter Link) ähnlich toll und empfehlenswert – also am besten im Web informieren und über eine Teilnahme dort nachdenken!

Web Montag Berlin: Falk Lüke im Gespräch mit Philip Steffan

Monday, December 15th, 2008

Falk Lüke beim Web Montag Berlin heute (kompletter Dialog mit Philip Steffan im Video ab 15’20”):

Nur für die Leute, die jetzt noch nicht bei den letzten 30 Web Montagen hier in Berlin waren: Das ist nichts ungewöhnliches, dass ein Konzept noch nicht ganz ausgereift ist, dass eine Applikation (oder wie auch immer), dass ein Konzept noch nicht in einem Status ist, auf dem man denkt, dass es schon unbedingt erfolgreich sein müsste. Das haben wir schon häufig gesehen.

Ich erzähl’ das immer wieder gerne, so was wir hier teilweise schon gesehen haben und wen wir hier alles auch schon begrüßen durften, mit welchen Vorstellungen. Also mein Liebling ist und bleibt die Suche von einem gewissen Herrn Dariani nach Programmierern. Das ist schon jetzt zweieinhalb Jahre her. Es ging um dieses kleine Portal, damals noch mit 10.000 Usern, das sich damals StudiVZ nannte (ne, damals hiess es noch Studiverzeichnis, ‘tschuldigung, VZ wurde es erst spaeter).

Und damals haben hier auch relativ viele Leute gesessen und haben so gesagt: “Ja, klingt ja nicht ganz verkehrt, aber ob das so in der Form erfolgreich sein kann, also… ehm… bin mir da nicht so sicher.” Und ich kann, glaub ich, auch guten Gewissens sagen, dass der gute Evsan damals mit hier noch etwas mehr Naivität saß aber, ja, das Ding halt doch irgendwie zum Fliegen gebracht hat in irgendeiner Form, auch wenn man über den Weg und viele Details sehr, sehr gut streiten könnte.

Aber will heissen: ist nichts ungewöhnliches. Wir haben hier auch einige Sachen gesehen, bei denen es nicht so gut geklappt hat. Aber gut, so ist das halt.

Schöne Beschreibung einer der Kernideen beim Web Montag.

Web Montag Berlin – 25.02.2008

Saturday, March 1st, 2008

Andreas Pohl eröffnet vor fast komplett besetzten Stuhlreihen pünktlich den 21. Berliner “Web Montag” im Februar und dann geht es auch ohne Umschweife los mit dem ersten Projekt:

1. Programmpunkt: Suchblume
Juliane Miedtank stellt ihr Projekt als “Startseite für Internetnutzer ohne größere Erfahrung wie z.B. eigene Weblogs” vor.

Suchblume soll – mit einem Augenzwinkern – Suchanfragen und Suchmaschineninterfaces etwas grüner/organischer und hübscher machen, denn je mehr mensch Suchblume.com als Startseite für Suchanfragen nutzt, desto schneller wächst eine Blume im rechten Teil der Website.

Die jeweilige Blume entwickelt sich jeden Tag, an dem mensch Suchblume nutzt, ein Stückchen weiter. Ist die Blume verblüht, erscheint am nächsten Tag eine andere und beginnt zu wachsen.

Durch einen Klick auf “Über diese Blume” rechts oben wird eine Web-Page mit Informationen, direkten Hyperlinks zu Wikipedia sowie Floraweb und Fotos zu der auf der Startseite ‘wachsenden’ Blume aufgerufen.

Wem die voreingestellten Suchmaschinen, Informationsdienste, Onlineshopping-Anbieter oder Entertainment-Websites nicht zusagen, kann sich über “Für mich anpassen” eine eigene Auswahl zusammenstellen. Während die Betreiber von Suchblume diese Auswahl noch erweitern wollen und auch für Vorschläge offen sind, können für die Startseite leider nur maximal 12 Internetdienste ausgewählt werden.

Suchblume kann mit oder ohne Cookies genutzt werden. Wer Cookies aktiviert hat und Suchblume nutzt oder gar für sich anpasst, bekommt ein Cookie, welches “ausschließlich Anpassungen und individuell wachsende Blumen” speichert.

Wenn keine Cookies erlaubt, können Suchblume dennoch für sich anpassen und über einen speziellen Hyperlink mittels Browserstartseite oder -lesezeichen verwenden.

Suchblume soll werbefrei bleiben und wird bislang nur über ein Affiliate-Partnerprogramm eins bekannten Online-Buchhändlers finanziert.

Aus dem Publikum kommen Vorschläge von Marketing- und Affiliate-Partnerschaften mit bundesweit bekannten Blumenhändlern und zum Datenschutz.

Die Betreiber versichern, dass “in keinem Fall Suchanfragen oder andere personenbezogene Daten gespeichert oder protokolliert” werden.

2. Programmpunkt: ARG-Reporter – Patrick Möller stellt “Alternate Reality Games” oder kurz “ARG” vor (Erklärung bei Wikipedia)

3. Programmpunkt: Anschließend gibt es noch einen kurzen Bericht vom Barcamp Hannover.

4. Programmpunkt: Um kurz vor 21:00 Uhr beginnt Marcus Lamer mit der Vorstellung der Betaversion der Wissensmanagement- und Kollaborations-Software “Peritor Anvora”.

Basierend auf einem visuell deutlich optimierten WikiWiki und Ruby, soll die Software künftig Wissen mittels Dokumenten, E-Mails, Kontakten, Kalender, usw. dokumentieren und ansprechend bereitstellen.

Nach diesem letzten Programmpunkt wurde wie immer die Bar geöffnet und das “socializing” begonnen.

Der nächste Webmontag in Berlin findet am 17. März 2008 am gewohnten Ort und zur gewohnten Zeit statt.

Termine 21. Januar

Saturday, January 19th, 2008

Hier die Termine für Montag, den 21. Januar 2008:

  • Berlin — newthinking store, Berlin Mitte
  • Bielefeld — Rockcafe Bielefeld
  • Innsbruck — Medienzentrum Land Tirol, Hofburg Rennweg 1
  • Kiel — Kitz Kieler Innovations- und Technologiezentrum, Schauenburgerstraße 116, 24118 Kiel
  • Salzburg — Projektkompetenz, Franz-Josef-Str. 19/7, 5020 Salzburg

Viel Spaß!

Web Montag Berlin – 15.10.2007

Monday, October 15th, 2007

Live-Weblogging vom Berliner Web Montag im “newthinking store” in Berlin-Mitte:

20:10 Uhr: Andreas vom Newthinking Store begrüßt die Anwesenden zum 17. Berliner Web Montag. Freie Sitzplätze: Keine :-) Frauenateil: Vier von 25 :-(
20:11 Uhr: Andreas berichtet vom Projekt “Backyard Radio Berlin“, zu dem es heute auch eine Pressekonferenz im Newthinking Store gab.
In Berlin gibt es bereits ein solches Projekt mit legalen Kleinst-UKW-Sendern: mikro.FM (in der Testphase hieß es noch miniFM).

20:27 Uhr: Fabio von podcast.de stellt den Relaunch seiner Website sowie mithilfe seiner installierten Windows MediaCenter-Edition die IP-TV-Ausgabe dieser Website vor.
Die “normale” Website ist auf 1024×768 optimiert; es gibt einen neuen Player (ohne Flash, weil er möglichst universell importieren muss), der die Playlisten erstmals kontinuierlich abspielt. Personalisierung ist auch möglich, z.B. um sich seine Lieblinge aus dem Gesamtangebot herauszusuchen (“Mix-Liste”). Zusätzlich gibt es “Auto-Listen”, die automatisch zusammengestellt werden, z.B. nur die neuesten Episoden.

20:40 Uhr: Falk spricht (mal wieder zu schnell und zu nuschelig ;-) über Nutzerpartizipation und “user generated content”. Bislang nicht wirklich so neu und interessant, daher spare ich mir das mitschreiben, vor allem wegen der enormen Sprechgeschwindigkeit ;-)
Einige Zuschauer vermuten “AAL” hinter der Sache – “andere arbeiten lassen” und entsprechend kritisch sind die Reaktionen.

21:16 Uhr: Martin Schmidt, der seit kurzem bei Newthinking arbeitet, stellt zeitgeisty.cc vor, eine Initiative zur Creative Commons (Wikipedia-Eintrag). Diese Initiative soll eher offline als online aktiv werden.

21:25 Uhr: Sven Guckes berichtet über einige bevorstehende, interessante Veranstaltungen:

Außerdem weist er noch auf CAcert hin.

21:45 Uhr: Ende des Bühnenprogramms und Öffnung der Bar. Ende des Live-Webloggings.

Der nächste Webmontag in Berlin findet am 19. November 2007 im “newthinking store” statt.

Web Montag Berlin – 17.09.2007

Monday, September 17th, 2007

Live-Weblogging vom Berliner Web Montag am 17.09.2007 im “newthinking store” in Berlin-Mitte:

20:08 Uhr: Markus Beckedahl berichtet über die witzigsten und spektakulärsten Aktionen und Erlebnisse des Weblogs netzpolitik.org

20:31 Uhr: Markus ist mit seiner Erzählung fertig und berichtet jetzt über die bevorstehende Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung am 22. September 2007 ab 13:30 Uhr am Brandenburger Tor (Pariser Platz) in Berlin-Mitte. Es gibt auch ein WikiWiki mit vielen Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten.

20:37 Uhr: Markus zeigt ein heute online veröffentlichtes Video zur bevorstehenden Demo am 22.09. in Berlin.
Weblink zur Flash-Version (leider mit dreisekündigem, vorgeschaltetem Werbespot): sevenload.com und bei www.archive.org liegt die Video-Datei in den beiden Formaten MPEG4-Datei (6,8 MegaByte, codiert mit 256 Kb) und QuickTime (65 MegaByte) zum Download bereit.

20:45 Uhr: Es entsteht ein nette, kleine Diskussion über die mangelhaften Kenntnisse der Politiker und Bundestagsmitarbeiter, Einflüsse der Lobbyisten, Einschränkungen der Freiheit, Details der Vorratsdatenspeicherung, realistische und unrealistische Schreckensszenarien, usw.

20:53 Uhr: Ein Besucher schlägt vor, ein Video von Michel Friedman vorzuführen: “Michel Friedman über Schäubles Kampf gegen den Terror, Trojaner und darüber, wie viel der Staat vom Bürger wissen sollte”.

21:01 Uhr: Die Diskussion wird fortgesetzt ;-) Jemand fragt, ob nicht anschaulichere “Schreckensszenarien” formuliert werden müssten, weil das meiste noch zu abstrakt oder theoretisch oder zu viel mit Fachbegriffen durchsetzt sei und für die Mehrheit der Leute unverständlich und daher nicht motivierend sei. Antwort aus dem Publikum: Es gäbe bereits tatsächliche Ereignisse, die erschreckend genug seien: Ein Promotionsstudent der Sozialwissenschaften sei im Umfeld von §129a-Ermittlungen verhaftet worden, weil er in einer Facharbeit das Wort “Gentrification” verwendet habe, bzw. haben einige Leute bei Treffen ihre Mobiltelefone nicht dabei gehabt und daher seien diese Treffen von den Ermittlungsbehörden als “konspirativ” bewerten worden (Berichte bei u.a. Heise und Telepolis).
Ein Wortbeitrag aus dem Publikum stellt die Frage, die Bevölkerung wolle doch Sicherheit und ob man nicht diesen Sorgen künftig mehr Gewicht geben müsse. Daraufhin entgegnet ein anderer Besucher, dass es niemals volle Sicherheit geben können und “die Sicherheit” immer den Bedrohungen/Angreifern/Waffen hinterhergehinkt habe und oft dann auch den Aufwand nicht mehr wert sei.

21:13 Uhr: Diskussion im Plenum wird abgebrochen, die Bar eröffnet und die Diskussion in kleinen Gruppen fortgesetzt.

Ende des Live-Webloggings. Der nächste Webmontag in Berlin findet am 15. Oktober 2007 im “newthinking store” statt.