Archive for the ‘Standort’ Category

Neues aus Karlsruhe

Tuesday, September 9th, 2008

Der Karlsruher Web-Montag, den es schon seit 2006 gibt, hat sich nach einer kleinen »Schwächephase« in den letzten Monaten wieder prächtig entwickelt. Mit einem neuen, festen Veranstaltungsort und einem festen Rythmus, nämlich an jedem 2. Montag in jedem ungeraden Monat, ist das montägliche Treffen der Karlsruher »Web-Freaks« zu neuem Leben erwacht.

Gestern, am 8.9.08, war es wieder soweit. 21 Interessierte trafen sich und es gab erfreulicherweise viele neue Gesichter zu bewundern. Nach Speis und Trank im Biergarten gab es eine offizielle Vorstellungsrunde mit ordentlichem Ego-Tagging, wie sich das für eine unkonferenziöse Veranstaltung gehört.

Zum Auftakt des Vortragsteils stellten Ulrich Kerler und Marcus Schießer von Socialsites aus Karlsruhe Insoshi vor. Insoshi ist eine »Open Source social networking platform«, eine Open-Source-Softwarelösung in Ruby On Rails zum Aufbau eines »Social Networks«. Socialsites hat das Softwarepaket auf Deutsch lokalisiert und bietet eine Demo-Version sowie den Download der lokalisierten Version an. Insoshi bietet viele Funktionen, die so eine soziale Site benötigt, etwa wie Ning, nur leistungsfähiger und flexibler, weil es halt ein komplettes frei nutzbares Softwareprojekt ist.

Fabian Wolf präsentierte MyPrinting, einen Dienst zum großformatigen Ausdruck von Bildern auf Postern und Leinwand mit Anbindungsmöglichkeit an »Social Networks«, damit man die dort gebunkerten Bilder mit ein paar Klicks auf Papier (oder Leinwand) materialisieren und sich nach Hause schicken lassen kann.

Daniel Hepper präsentierte sein Hobbyprojekt dwidder.de. Das ist ein in Django und einem alten Mobiltelefon an einem Server wirklich clever realisierter SMS-Gateway für unser aller Lieblingsdienst Twitter, der das Unterwegs-Twittern per SMS an eine deutsche Telefonnummer statt der offiziellen Nummer in Britannien ermöglicht. Wenn Ihr das ausprobiert, denkt dran, dass das ein Hobbyprojekt ist, überflutet das arme Mobiltelefon nicht.

Außerdem soll der Webmontag Karlsruhe ein »offizielles« Logo bekommen, wiederum Fabian Wolf und JCG haben sich in einem »Battle« an diversen Varianten versucht, die demnächst zur Abstimmung stehen werden. Neue Ideen und Variationen sind selbstverständlich weiterhin willkommen. In den Entwürfen dominiert das Karlsruher Wahrzeichen, die Pyramide auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, die das Grabmal des Karlsruher Stadtgründers Karl-Wilhelm von Baden-Durlach beherbergt (hey, Ihr sollt hier beim Lesen auch was lernen ;)).

Mit ein wenig »Socialising« und Fachsimpeln ging der Web-Montag in Richtung Mitternacht zu Ende. Der nächste planmäßige Termin (s.o) für den Web-Montag in der Fächerstadt ist der 10. November 2008.

Web Montag Wien 12

Friday, May 30th, 2008

Am 26. Mai fand der 12. Wiener Web Montag im WerkzeugH statt. Die zwei Überthemen waren “Twitter” und “Accessibility”.

Twitsay

Den Beginn machte Max Kossatz mit seinem neuen Projekt Twitsay. Über einige Festnetznummern (in Österreich, Deutschland, Schweiz, USA,…) kann man 10 Sekunden Nachrichten auf Twitsay hinterlassen, die über eine Public Twitsay Line aufgelistet werden. Registriert man sein Mobiltelefon werden die Aufnahmen dem eigenen Twitteraccount als Link hinzugefügt. Ein klick darauf und man kann die Nachricht abhören. Laut Max funktioniert das technisch einfachst. Die Nummer in etlichen Staaten kosten ihn rund 15 Euro im Monat (da nur Anrufe entgegengenommen werden).

In den zwei Wochen des Bestehens gibt es schon rund 200 registrierte User. Insgesamt wurden 500 Nachrichten aufgenommen, die 12.000 mal angehört (die meisten in den USA). Im Schnitt wird eine Twitsay Meldung 25 mal abgerufen. Interessant waren die Erfahrungen der viralen Werbung. Aufgrund eines Beitrags von Robert Basic kamen relativ wenig neue BenutzerInnen hinzu. Interessanter sind die vielen “kleinen” Blogger, etc. die zusammen viel mehr Werbewirkung erzielen.

Die Frage nach dem “wozu?” beantwortet Max vorerst mit: “Fun”. Aber es gibt viele Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten. So gibt es in England Twitterphone, dass die gesprochenen Nachrichten in geschriebenen Text übersetzt. Für den deutschsprachigen Raum existieren dementsprechend leistungsfähig Open Source Tools leider noch nicht.

Weitere Ideen sind ein public oder friends Audiofeed, eine Antwortfunktion, Mehr Nummern (z.b. Tokio),… Auch eine API ist angedacht - auch hier noch ohne groß an den Nutzen zu denken. Max hofft auf die Kreativität der BenutzerInnen. Auch Premiummodell (mehr Aufnahmezeit,…) sind andenkbar. Apropos Aufnahmezeit. Diese beträgt im Moment 10 Sekunden. Pro Anruf bei Twitsay erhält man einer Sekunde mehr (bis zu 60 Sekunden). Max hält aber 10 Sekunden für spannend - hier muss man sich wirklich überlegen (oder auch nicht) was man in diese Zeit hineinpackt.

Meine Frage der Nachvertextung von Twitsay Nachrichten beantwortete Max so, dass es im Moment daran scheitert, dass er ungern komplexe Userverwaltungen programmiert.

Visualisierung von Twitter

Ein kurzer aber spannender Beitrag kam von Walter Rafelsberger zur Visualisierung von Twitter. Seine Präsentation ist bei Slideshare zu finden. “conversatin tracking” zeigte uns wer mit wem über welche Themen am meisten spricht. Einerseits einer wunderbare Möglichkeit um “Trends” und “heiße Themen” herauszufiltern. Andererseits eine fast beängstigende Darstellung wie leicht man auch bei Twitter (naja, das Gegenteil hätte man sich nie denken sollen) Gedanken und Personen nachverfolgen kann.

Walter bat mich noch zu erwähnen, dass er bei der MODUL University Vienna (eine Privatuniversität am Kahlenberg) tätig ist, die im Herbst einen MBA für New Media Technology starten und man sich momentan noch bewerben kann (http://modul.ac.at/nmt/mba). Es gibt auch Stipendien (http://modul.ac.at/scholarships).

Tagung “Einfach für Alle”

Dann kam der Schwenk zum Thema Accessibility. Ich berichtete kurz von der Tagung der Aktion Mensch in Deutschland. Die Tagung “Einfach für Alle – Konzepte und Zukunfts­bilder für ein Barriere­freies Internet” bot einen ersten Einblick in eine Studie der Aktion Mensch über die Nutzung von Web 2.0 durch behinderte Menschen. Wer sich dafür interessiert, dass und warum blinde WebsurferInnen auch Fotoportale nutzen, der muss noch ein wenig auf die Publikation der Studie warten. Jeweils 8 parallele Workshops am vor- und nachmittag waren ebenfalls zu besuchen. Eine technische Meisterleistung war die gleichzeitige Liveübertragung aller Workshops ins Internet, wobei auch die GebärdensprachdolmetscherInnen in die Übertragung eingefügt wurden. Die Videos werden derzeit neu geschnitten und stehen alsbald auf der Tagungswebsite zur Verfügung.

Wer sich für Berichte interessiert, der findet eine Liste bei der Aktion Mensch.

Biene 2008

Martin Ladstätter erzählte zum Abschluss noch kurz vom BIENE-Wettbewerb 2008. Bei diesem Preis der “Aktion Mensch” werden Websites ausgezeichnet, die sich durch besondere Barrierfreiheit hervorheben. In früheren Jahren gab es auch österreichische GewinnerInnen. Noch ist Zeit selbst teilzunehmen.

Socializing

Laut TeilnehmerInnenliste waren 22 Personen anwesend, gefühlt waren es fast noch mehr. So konnte ich nicht alle Gesprächsthemen mitverfolgen. Noch dazu war ich rund eine halbe Stunde lang von Menschen umringt, die meinen eeePC 900 hochheben wollten und mit mir über Vor- und Nachteile eines solchen Geräts diskutierten.

Twitter

Nochmals Twitter. Wie bei den letzten Web Montagen in Wien habe ich die Veranstaltung mitgetwitter. Es ist schön zu sehen, dass die Tweets auch mitverfolgt werden. So bekam ich während der Präsentationen schon erste Rückmeldungen und Nachfragen. Unter anderem auch zu

Videoübertragung des Web Montag

Eine Frage in die Runde brachte die Zusage von Luca Hammer beim nächsten Web Montag eine Liveübertragung zu probieren. Das wäre eine feine Sache. Ich drücke die Daumen.

Fazit

Interessante Themen, viele TeilnehmerInnen, viele Gespräche. Die letzten gingen kurz vor Mitternacht. Für mich wird der Web Montag auch immer mehr zur Möglichkeit eigene Ideen in kleineren und größeren Gruppen zu wälzen, von neuen Trends zu erfahren oder einfach auch auf eine webaffine Frage eine oder mehrere gute Antworten zu erhalten.

Das einzige was mir leid tut ist, dass ich vor lauter mittwittern etc. vergessen habe Fotos zu machen.

Somit gibt es 1.000 Gründe beim nächsten mal wieder dabei zu sein.

Web Montag Innsbruck

Monday, May 26th, 2008

Schon wieder ein paar Tage vorbei, trotzdem möchte ich euch noch darüber berichten was sich in Innsbruck an einem Web Montag so tut. Vor allem auch deshalb, weil es wieder ein toller schöner Abend war und sehr interessante Beiträge dabei waren.

Zum einen war Open Innovation ein Thema, Reinhard Karner stellte seine neue Ideenlounge brainfloor.com vor. Er erzählte von der Idee, der Umsetzung, den Herausforderungen die ein solches Projekt mit sich bringt. Er begeisterte uns brainuser zu werden, lädt aber auch Unternehmen ein Ideen über die Ideenlounge zu sammeln.

Reinhard Karner brainfloor.com
Reinhard Karner brainfloor.com

Aber hört selbst!

Als zweiten Beitrag zeigte uns Christian Langreiter in seiner Demo die Möglichkeiten der Bildersuche im Internet auf. Zum einen am Beispiel retrievr zum anderen an TinEye. Es ist beeindruckend zu sehen, welche technischen Möglichkeiten im Internet zur Verfügung stehen. Es gilt aber auch zu Bedenken, welche Auswirkungen diese Anwendung bedeuten können.
Zur technischen Umsetzung der Bildersuche wird es von Christian noch einen vertiefenden Beitrag bei einen der nächsten Web Montage geben.

8. Web Montag in Stuttgart

Thursday, May 1st, 2008

Wie schon erwähnt hat es lange gedauert, dass mal wieder ein neuer Web Montag in Stuttgart stattfand. Der letzte war ja am 24. September 2007. Da wunderte es auch nicht, dass der Web Montag mit ca 40 Personen gut besucht war.
Statt gefunden hat der Web Montag an der Hochschule der Medien auf dem Campus der Uni Stuttgart. Zwischen 19:00 Uhr und 19:30 Uhr kamen die allermeisten Besucher schon an und man freute sich mal wieder zu sehen, wenn man nicht zufällig auf einen der verschiedenen barcamps in letzter Zeit war.

Angefangen hat der Web Montag mit der Begrüßung von Heiner Wittmann und Professor Uwe Schulze. Hier gab es die neusten Termine für die Medianight an der HdM bei der dann die Produktionen von Spielen und (Animations-)Filmen der Studenten vorgestellte werden. Die Medianight findet am 26.06.2008 ab 18:00 Uhr statt und darf von jedem besucht werden, der will.
Das barcamp Friedrichshafen ist vom 31. Mai bis 1.Juni. Es sei zwar schon ausgebucht aber es würde sich lohnen sich noch in die Warteliste einzutragen.
Das barcamp Stuttgart fiondet vom 26. 9. bis 28.9. 2008 im Literaturhaus (gesponsort on der MFG Baden Württemberg) statt.
Professor Schulze, Heiner Wittman

Heiner Wittmann

Der erste Vortrag von Tobias Lampe war eine Produktvorstellung von whatsyourplace.de/. Hier kann man für 9,95€ virtuelle Grundstücke von Deutschland kaufen. Diese Grundstücke kann man dann mit Bildern oder Sonstigem personalisieren. Von jedem Grundstück gibt es ein Profil Grundbucheintrag, das aber nicht in erster Linie den Besitzer als vielmehr das Grundstück selber beschreibt. Man bekommt zu dem Grundstück dann eine URL und eine Besitzurkunde als pdf. Man kann die Grundstücke verkaufen, verschenken oder auch als Marketingplattform nutzen. Entertainment steht im Vordergrund. Der Vergleich mit den Mondgrundstücken ist nicht so gern gesehen, so ein virtuelles Stück Deutschland soll ja auch viel persönlicher sein. Der “Clou” sei eben, dass WYP einzigartig sei - es ist eine Mischung aus Mashup, Community und virtuellen Gütern. Technisch sind es eben die Karten von Google maps mit einem Layer darüber gelegt.

Auch der zweite Vortrag war eine Produktvorstellung von Bernd Storm über andUNITE.com. Das Motto lautet:

“Find a warm body besides cold links”.

Es geht um gemeinsames suchen. Man kann sich eine Toolbar installieren oder auch nur andUnite.com im Browser als Suchmaschiene hinzufügen. Die ganze Suche wird für das Profil gespeichert. Somit hat man einerseits eine Such history und andererseits kann man seine Suche auch öffentlich machen. Wenn man selber nach etwas sucht erscheinen (bisher nur über die toolbar) die anderen Personen die das auch gesucht haben und dies auch öffentlich gemacht haben. Somit sucht man nicht mehr alleine, sondern mit anderen Usern zusammen. Man kann andere Suchen und User abonieren. Trotzdem wird die Privatsphäre nach Angaben von Bernd Storm groß geschrieben.
Bernd Storm

Der dritte Vortrag war auch eine Produktvorstellung und zudem eine Diplomarbeit zweier HdM-Studenten Mathias Palme und Florian Fischer: ‘airmunity.net’. Es handelt sich hier um eine Onlinecommunity für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Der name ist Programm, denn der Name kommt von der Technik mit der diese Community erstellt wurde, nämlich mit Adobe Flash / Adobe Air. Diese Community ist quietschbunt, jeder User hat einen kleinen Raum den er gestalten kann. Es soll nach Angabe der Zwei Studenten Konkurenz zu SchülerVZ werden. Es bietet die üblichen Funktionen wie virtuelle Charaktere (dessen Hautfarbe man später noch ändern kann :-) ), Mail, Bilderalben, Gruppen, integrierten Browser, Bilder per Drag and Drop einfügen, Video von Youtube, Bilder von Flickr …
Das ganze befindet sich noch in einer frühen beta. Bezahlsystem soll per SMS laufen - hier gab es dann noch eine kleine diskussion ob das gut sei oder nicht.

Auch der vierte Vortrag war eine Produktvorstellung. Hier gab es aber ein kleines Problem, denn im Vortrag davor gegen Ende gab die Birne im Beamer des Vorlesungssaales auf und wir wechselten während dem vierten Vortrag den Raum. hier stellte Thomas Becker sein Projekt vor: vernetzen.org. Es handelt sich hierbei um ein Social Network für sozial- und zivilgesellschaftlich enangierte Gruppen. Wenn hier jemand eine neue Gruppe gründen soll er alle dafür benötigten Tools bei der Hand haben: Bilder und Videos (zum hochladen), Blogsystem, Foren. Ganz klar wurde es nicht wofür das alles sein soll, da wen man einen Blog starten will es ja schon genug anbieter für diese Dienste gibt. Dort sollen sich aber die Gruppen irgendwie “zentralisieren”.
Thomas Becker

Danach gab es noch einen kurzen Aufruf für die barcamps und was das ist von Oliver Gassner.

Ein anderer Student fügte noch hinzu, dass es an der HdM immer wieder Tage zu bestimmeten Themen gibt wie den Security Day, Games Day usw. die von Professor Kriha organisiert werden und bei denen man immer auf der Suche nach Interessanten Vorträgen und Vortragenden ist.
Am 30.5.2008 ist der WebDevelopment Day und am 13.06.2008 der Games Day. Jeder darf natürlich auch vorbeikommen und als Zuhörer und -seher an den Vorträgen teilnehmen.

Henning Schürig und Oliver Gassner haben bereits (z.T. live) gebloggt.

Laut Henning soll der neunte Web Montag Stuttgart Ende Juni im Literaturhaus stattfinden.

Endlich 8. Web Montag am 28.04.2008 in Stuttgart

Wednesday, April 23rd, 2008

Irgendwie hat es seit dem letzten stuttgarter Web Montag echt lange gedauert, bis jetzt kommenden Montag der nächst stattfindet. Die Gründe hierführ sind mir nicht bekannt. Aber das ist jetzt auch egal, denn wir freuen uns endlich mal wiederzusehen.

Das ganze findet am 28. April 2008 an der HdM Stuttgart in der Nobelstr. 10 ab 19:00 Uhr statt.

Momentan haben sich 36 Leute als verbindliche Besucher angemeldet.

Themen (stichwortartig):
www.whatsyourplace.de | andUNITE.com | Onlinecommunity für Kinder

Detailiertere Infos bekommt ihr auf dem Stuttgarter Seite im Web Montag Wiki.

Web Montag 11 in Wien

Wednesday, April 16th, 2008

Am 14. April 2008 fand in Wien der 11. Web Montag im werkzeugH statt - siehe Wiki-Seite Wien:11. Eigentlich könnte ich mir -und werde ich auch - heute eine Berichterstattung in diesem Blog sparen, denn Luca und Jürgen sind mir zuvor gekommen :-)

Jürgen bietet einen guten Überblick über die einzelnen Präsentationen des Abends, während Luca sich insbesondere der dritten Diskussionsrunde rund um die digitalks widmet. Nachdem die beiden damit die Berichterstattung gut abdecken werde ich mich hier nicht wieder holen.

Wer es gerne visuell hat, der findet in Flickr einige Schnappschüsse mit dem Tag “webmontagwien11″.

Als ganz persönlichen Eindruck habe ich für mich positiv vermerkt, dass es diesmal eine rege Diskussion zu den Präsentationen und Fragestellungen gab. Es gab diesmal auch einige “Neulinge”, die sich hoffentlich gut aufgenommen gefühlt haben. Nun, immerhin saßen sie auch noch länger beim “socializing”. Neue Gäste sind aber immer herzlich Willkommen. Man muss kein Geek oder ähnliches sein um dabei zu sein, es reicht ein Interesse an der Thematik Web.

Damit bleibt mir am Schluss nur nochmals der Hinweis: Auf Jürgen und Luca klicken :-)

WebMontag 08 in Jena am 19. Mai 2008

Tuesday, April 15th, 2008

Nach einer etwas längeren Pause ist es nun wieder soweit und wir möchten Euch zur mittlerweile 8. Auflage des Jenaer WebMontags (WM08) recht herzlich einladen.

Der WM08 findet am 19. Mai 2008 um 19.30 Uhr bei der TowerByte Softwaregenossenschaft in der 29. Etage des Intershop Towers statt. Zur Kostendeckung und Bereitstellung eines Begrüßungsgetränkes muss eine 5,- Euro-pro-Kopf-Pauschale erhoben werden. Zum Ende der Veranstaltung erfolgt normaler Ausschank und es bietet sich die Chance auf lockere Gespräche mit den Referenten und Gästen.

Auch bei der achten Veranstaltung erwartet die Teilnehmer wieder einmal eine bunte Mischung verschiedenster Kurzbeiträge:

(1) The Revolution will be Televised: Online Campaigning zur Präsidentschaftswahl in den USA (Patrick Brauckmann)

Der Vortrag beleuchtet den aktuellen Stand der Online-Kampagnen bei den Präsidentschaftswahlen 2008 in den USA. Dabei soll vorgestellt werden, welche Mittel des Wahlkampfes online umgesetzt werden und wie das Web und seine Technologien diesen verändern. Dabei spielen die tatsächlichen Vorgängen hinter den Schlagwörtern Internet-Guerilla, Grassroots und Co. im modernen Wahlkampf eine entscheidende Rolle. Am Ende steht dann auch die Frage, ob es sich bei all dem schönen Online-Campaigning um leere Versprechungen oder den Schlüssel zum Sieg handelt.

(2) Das Genossenschaftsmodell der TowerVenture eG zur Finanzierung technologieorientierter Unternehmen in der Seed- und Gründungsphase (Reinhard Hoffmann)

(3) BewerberBlog.de als Personalmarketinginstrument - Von der Idee über die Entwicklung zur Vermarktung (Jeanette-Freya Enders)

Web Montag Bonn: 7. April 2008

Wednesday, March 19th, 2008

Sehr netter kleiner Trailer von und mit Oliver Ueberholz und Philipp Strube, die gerade den nächsten Web Montag in Bonn planen.

Viel Spaß!

WebMontag, MacMontag

Tuesday, March 18th, 2008

(Kiel) Gestern war mal wieder WebMontag in Kiel und der zufällige Schwerpunkt des Abends: Apple. Dieter Fritsche hat zum einen das iPhone SDK vorgestellt und erklärt, warum er alles von Apple toll findet. Jörg Wettlaufer hat ein iPod-Touch Mod vorgestellt, mit dem man telefonieren kann und Hinnerk Haardt hat spontan über die Usability von Mac OSX referiert. Ich war dagegen der Meinung, dass Apple genauso eine Firma ist, wie Microsoft und wir haben verschiedene Kritikpunkte gefunden, die in den Vorträgen ein wenig zu kurz kamen. Insgesamt kam Apple dennoch recht gut weg.
Webmontag, Kiel
Laut Dieter ist es mit dem iPhone SDK jetzt endlich(?) möglich, eigene Anwendungen für das Telefon zu programmieren. Angeblich gibt es eine Menge Firmen, die da nur drauf gewartet haben - der Name “SAP” fiel. Mit dem SDK lassen sich offenbar recht einfach die Objective C Anwendungen erstellen, die Apple dann wiederum in einer Art iTunes-Store vertreiben will. 30% des Umsatzen geht dabei für die Abrechnung an Apple. Die Firma will jede Software vorher testen und quasi zertifizieren. Entscheidet dadurch aber auch, ob eine Software genehm ist oder nicht.

Man fragt sich unwillkürlich, warum da jetzt alle so scharf drauf sind - konnte man vorher für Smartphones nicht programmieren? Gab es keine Möglichkeit auch auf Windows Mobile Anwendungen zum Laufen zu bekommen, die nicht mitgeliefert wurden? Ich kenn mich da nicht aus. Aber ist das nicht ein ziemlicher Hype? Ach ne - man kann das iPhone ja mit den Fingern bedienen. Das ist natürlich neu und unterstützenswert.

Dann hat Jörg Wettlaufer seinen Beitrag über VoIP mit dem iPod-Touch eingeschoben. Offenbar kann man mit einigen Hacks (”Jailbreak”) eigene Applikationen auf dem iPod-Touch installieren. Gewollt ist das von Apple nicht. Sonst müsste man da wohl nicht hacken… Jedenfalls kann man ein Mikrofon an den MP3-Player stecken und mit der Touchmod Software per WLAN telefonieren.

Unser VoIP-Experte Hendrik Scholz erklärte dann, warum das eine Technologien ist, die es zur Zeit auf kaum einem in Europa verbreiteten Handy gibt: Die Mobilfunkanbieter subventionieren die Telefone so stark, dass sie natürlich verhindern wollen, dass man mit den Geräten deren Gebühren umgehen kann. Und da die genügend große Stückzahlen bei den Herstellern abnehmen, können sie halt bestimmen, welche Features unterstützt werden sollen und welche nicht. Es gäbe auch schon entsprechende Telefone - allerdings von Herstellern, die auf deutschen Schulhöfen niemanden beeindrucken. Deswegen würden sie hier auch von den kleineren Anbietern nicht verkauft.

Ich denke, dass hier Apple mit dem iPhone ein Stillhalteabkommen aufgebrochen hat. Echte neue Features oder auch nur eine einfachere Bedienbarkeit gibt es von den gängigen Herstellern seit Jahren nicht. Zumindest die Telefone, die ich in den letzten 8 Jahren besessen habe, geben sich in der Bedienung alle nichts.

Dann hat Dieter seinen MacBook Air (”Technik zu klein: Starjournalist wirft MacBook aus Versehen weg“, spiegel.de) ausgepackt und ein paar Sachen erzählt, die dazu führten, dass er inzwischen komplett (bis auf Server-Anwendungen) auf Mac setzt. Und einige Features klangen schon beeindruckend: So lassen sich Macs wohl in einen Festplattenmodus versetzen, so dass man sie quasi als externe Festplatte per Firewire an einen anderen MAC anschließen kann. Der bietet dann an, die Einstellungen und Programme von dem anderen zu übernehmen. Sehr praktisch, wenn man zum Beispiel das E-Mail Programm nicht mehr neu einrichten und den Junk-Filter trainieren muss. Auch die Installation und Deinstallation von Programmen klang überzeugend.

Hinnerk schloss mit einem spontanen Vortrag über Usability des MacOS an: Apple hat seiner Erfahrung nach als einzige Firma in den 90ern Usability Studien durchführen lassen und sich weitestgehend an die Ergebnisse gehalten. Die Menüleiste des aktiven Programms an den Bildschirmrand zu verlegen, macht es dem Benutzer zum Beispiel wesentlich einfacher, die Schaltflächen zu treffen. Denn egal wie weit man die Maus schiebt - der Zeiger bleibt ja an der Bildschirmkante hängen.

Die von Hinnerk vertretene Ansicht, dass man prinzipiell mit der Mouse schneller als mit Tastaturkürzeln arbeite, war heiß umstritten. Es scheint aber tatsächlich Studien dazu zu geben, die das unterstützen. Da werde ich mich mal einlesen. Ich denke, man sollte nicht von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen mit unergonomischen Programmen auf die Allgemeinheit schließen. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich eine Menge Tastaturkürzel sparen könnte, wenn man generell Dinge anders lösen würde. Eigentlich ist das Kopieren und Einfügen in der Linux Console ein nettes Beispiel: Einfach markieren (gleichzeitig ist es kopiert) und am Ziel die mittlere Mouse-Taste klicken - fertig. Das ist sicher schneller als markieren, STRG-C, klicken, STRG-V

Bei allem Apple Hype hatten aber auch die anwesenden iPod und Mac-Eigentümer Negatives zu berichten. Persönliche Erfahrungen mit Garantiefällen und Hardware-Problemen wurden ausgetauscht. Zwar ist das nicht repräsentativ, aber etwas getrübt wurde die Euphorie dadurch doch.

Und mir persönlich kam Apple ein wenig zu gut weg. Das ist die Firma, die in den 90ern ihre Kunden dazu gezwungen hat, auch noch Apple Drucker zu kaufen, weil einfach die Anschlüsse von normalen Druckern nicht an deren Computer passten. Und genau das gleiche betreiben die jetzt mit ihren Rechnern und dem iPhone und dem iPod. Richtig gut funktionieren die immer nur an Mac oder zumindest mit iTunes. Mit jeder neuen iPod-Generation müssen sich wieder Leute daran setzen, herauszufinden wie man den MP3-Player auch mit andere Software verwalten kann. Und dann kann man den gleichen iPod nicht einmal an verschiedene Rechner anschließen - es ist zwar vorgesehen, dass ein iTunes mehrere iPods verwaltet aber nicht, dass ein iPod an mehreren Rechner vernünftig betrieben werden kann.

Nachdem wir jetzt schon den Linux und den Mac-Schwerpunkt hatten, würde mich mal interessieren, ob sich jemand für einen Windows-Schwerpunkt findet. Freiwillige vor!

Nachtrag Web Montag München, 25. Februar 2008

Monday, March 17th, 2008

Kein Bericht an dieser Stelle, dafür eine ganze Reihe Artikel mit reichlich (positivem) Feedback in den Blogs:

  • 04.03.2008 – Blog von Andreas Prinz: Nachbericht Webmontag
  • 28.02.2008 – MyAlikes Blog: Bilder vom Webmontag
  • 26.02.2008 – Nattland.net: Webmontag…Update
  • 26.02.2008 – Lawgical: Kauf dir ein Stück Deutschland
  • 26.02.2008 – MyAlikes Blog: Webmontag München
  • 26.02.2008 – Paid content is back: Web Monday in Munich
  • 26.02.2008 – WhatsYourPlace Blog: Webmontag München - so war’s:
  • 26.02.2008 – Emplify: Webmontag in München
  • Wer weiteres Feedback hat, bitte einfach im Wiki nachtragen.