Archive for the ‘Wien’ Category

Web Montag Wien 13

Tuesday, October 21st, 2008

Nach langer, langer Zeit hat gestern in Wien wieder einmal ein Web Montag stattgefunden. Die “technischen” Details finden sich im Wiki.

Diesmal gab es keine Präsentationen im klassischen Sinn. Die rund 12 TeilnehmerInnen hatten aber einiges an Themen, Ideen etc. im Gepäck, sodass wir für Stunden genug zum diskutieren hatten.

In größerer Runde stellte Meral (digitalks) die neue wienweb20 Idee vor. Auf einer Videowall in Wien (beim Museumsquartier) sollen Aktivitäten rund um Web 2.0 Veranstaltungsformate visualisiert werden. Videos, Bilder, Tweets, etc. werden automatisiert gesammelt und entsprechend aufbereitet wieder gegeben. Weiters soll es die Möglichkeit geben, dass jedes einzelne Veranstaltungsformat sich in entsprechender Form darstellt.
Die Diskussion drehte sich um Fragen, ob man das ganze auch per Webcam ins Netz stellen könne, ob (Spammer, etc.) das ganze irgendwie vorgefiltert sein muss, was denn alles so zeigbar wäre,…
Weiters kam die Diskussion auf den von mir beim letzten Barcamp Wien als Idee eingebrachten Kalender für webbezogene Veranstaltungen in Österreich. Wenn es sich ausgeht, werden ich ihn bei meinem nächsten Web Montag Bericht nochmals erwähnen, da ich ev. eine Beta dort vorstellen kann.

Apropos: Voraussichtlich ist der nächste Web Montag im Dezember.

Max (Wissen belastet) brachte die Frage ein, ob man die Idee bzw. die Technik hinter “Wahlplakate08” auch für anderes einsetzen kann. Max dokumentierte auf dieser Seite Bilder von Wahlplakaten (Nationalratswahl 2008) um auf die Dichte und Vielzahl hinzuweisen. Mitmachen konnte jedeR, in dem er/sie ein Foto auf Flickr hochlud, mit Geokoordinaten versah oder auf der Flickrmap plazierte und es entsprechend taggte. Solche Bilder wurden dann automatisch in die Wahlplakat08-Landkarte eingelesen.
Ideen kamen einige. Von der Dokumentation von Überwachungskameras, Radarfallen, Barrieren in der Stadt bis hin zu Graffitis und (mein Favorit :-) Gartenzwerge (persönlicher Hinweis: man glaubt nicht, wieviele Gartenzwerge man ihn Wien so sehen kann).

Netbook und Laptop von just4ikarus

Nachdem es einige gibt, die sich gerne ein Netbook zulegen möchten, habe ich meinen eeePC 701 mitgebracht. Luca plazierte in stilgerecht (siehe Foto von Dominik/Just4Ikarus) auf einem großen Laptop. Der eeePC ging die Runde und wir diskutierten Vor- und Nachteile von Netbooks allgemein, Nutzungsmöglichkeiten sowie die Unterschiede der einzelnen Marken und Modelle.

Ansonsten gab es “Kleingruppengespräche”, Gespräche mit Menschen, die man ansonsten nur mit dem Twitternamen kennt,…

Auch ohne große Präsentationen lohnt sich ein Web Montag Wien. Nette Menschen und viele Möglichkeiten Anregungen, Ideen und Hilfestellung zu erhalten. Wie immer kann ich zum Schluss schreiben, dass ich mich schon auf den nächsten freue.

Web Montag Wien 12

Friday, May 30th, 2008

Am 26. Mai fand der 12. Wiener Web Montag im WerkzeugH statt. Die zwei Überthemen waren “Twitter” und “Accessibility”.

Twitsay

Den Beginn machte Max Kossatz mit seinem neuen Projekt Twitsay. Über einige Festnetznummern (in Österreich, Deutschland, Schweiz, USA,…) kann man 10 Sekunden Nachrichten auf Twitsay hinterlassen, die über eine Public Twitsay Line aufgelistet werden. Registriert man sein Mobiltelefon werden die Aufnahmen dem eigenen Twitteraccount als Link hinzugefügt. Ein klick darauf und man kann die Nachricht abhören. Laut Max funktioniert das technisch einfachst. Die Nummer in etlichen Staaten kosten ihn rund 15 Euro im Monat (da nur Anrufe entgegengenommen werden).

In den zwei Wochen des Bestehens gibt es schon rund 200 registrierte User. Insgesamt wurden 500 Nachrichten aufgenommen, die 12.000 mal angehört (die meisten in den USA). Im Schnitt wird eine Twitsay Meldung 25 mal abgerufen. Interessant waren die Erfahrungen der viralen Werbung. Aufgrund eines Beitrags von Robert Basic kamen relativ wenig neue BenutzerInnen hinzu. Interessanter sind die vielen “kleinen” Blogger, etc. die zusammen viel mehr Werbewirkung erzielen.

Die Frage nach dem “wozu?” beantwortet Max vorerst mit: “Fun”. Aber es gibt viele Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten. So gibt es in England Twitterphone, dass die gesprochenen Nachrichten in geschriebenen Text übersetzt. Für den deutschsprachigen Raum existieren dementsprechend leistungsfähig Open Source Tools leider noch nicht.

Weitere Ideen sind ein public oder friends Audiofeed, eine Antwortfunktion, Mehr Nummern (z.b. Tokio),… Auch eine API ist angedacht – auch hier noch ohne groß an den Nutzen zu denken. Max hofft auf die Kreativität der BenutzerInnen. Auch Premiummodell (mehr Aufnahmezeit,…) sind andenkbar. Apropos Aufnahmezeit. Diese beträgt im Moment 10 Sekunden. Pro Anruf bei Twitsay erhält man einer Sekunde mehr (bis zu 60 Sekunden). Max hält aber 10 Sekunden für spannend – hier muss man sich wirklich überlegen (oder auch nicht) was man in diese Zeit hineinpackt.

Meine Frage der Nachvertextung von Twitsay Nachrichten beantwortete Max so, dass es im Moment daran scheitert, dass er ungern komplexe Userverwaltungen programmiert.

Visualisierung von Twitter

Ein kurzer aber spannender Beitrag kam von Walter Rafelsberger zur Visualisierung von Twitter. Seine Präsentation ist bei Slideshare zu finden. “conversatin tracking” zeigte uns wer mit wem über welche Themen am meisten spricht. Einerseits einer wunderbare Möglichkeit um “Trends” und “heiße Themen” herauszufiltern. Andererseits eine fast beängstigende Darstellung wie leicht man auch bei Twitter (naja, das Gegenteil hätte man sich nie denken sollen) Gedanken und Personen nachverfolgen kann.

Walter bat mich noch zu erwähnen, dass er bei der MODUL University Vienna (eine Privatuniversität am Kahlenberg) tätig ist, die im Herbst einen MBA für New Media Technology starten und man sich momentan noch bewerben kann (http://modul.ac.at/nmt/mba). Es gibt auch Stipendien (http://modul.ac.at/scholarships).

Tagung “Einfach für Alle”

Dann kam der Schwenk zum Thema Accessibility. Ich berichtete kurz von der Tagung der Aktion Mensch in Deutschland. Die Tagung “Einfach für Alle – Konzepte und Zukunfts­bilder für ein Barriere­freies Internet” bot einen ersten Einblick in eine Studie der Aktion Mensch über die Nutzung von Web 2.0 durch behinderte Menschen. Wer sich dafür interessiert, dass und warum blinde WebsurferInnen auch Fotoportale nutzen, der muss noch ein wenig auf die Publikation der Studie warten. Jeweils 8 parallele Workshops am vor- und nachmittag waren ebenfalls zu besuchen. Eine technische Meisterleistung war die gleichzeitige Liveübertragung aller Workshops ins Internet, wobei auch die GebärdensprachdolmetscherInnen in die Übertragung eingefügt wurden. Die Videos werden derzeit neu geschnitten und stehen alsbald auf der Tagungswebsite zur Verfügung.

Wer sich für Berichte interessiert, der findet eine Liste bei der Aktion Mensch.

Biene 2008

Martin Ladstätter erzählte zum Abschluss noch kurz vom BIENE-Wettbewerb 2008. Bei diesem Preis der “Aktion Mensch” werden Websites ausgezeichnet, die sich durch besondere Barrierfreiheit hervorheben. In früheren Jahren gab es auch österreichische GewinnerInnen. Noch ist Zeit selbst teilzunehmen.

Socializing

Laut TeilnehmerInnenliste waren 22 Personen anwesend, gefühlt waren es fast noch mehr. So konnte ich nicht alle Gesprächsthemen mitverfolgen. Noch dazu war ich rund eine halbe Stunde lang von Menschen umringt, die meinen eeePC 900 hochheben wollten und mit mir über Vor- und Nachteile eines solchen Geräts diskutierten.

Twitter

Nochmals Twitter. Wie bei den letzten Web Montagen in Wien habe ich die Veranstaltung mitgetwitter. Es ist schön zu sehen, dass die Tweets auch mitverfolgt werden. So bekam ich während der Präsentationen schon erste Rückmeldungen und Nachfragen. Unter anderem auch zu

Videoübertragung des Web Montag

Eine Frage in die Runde brachte die Zusage von Luca Hammer beim nächsten Web Montag eine Liveübertragung zu probieren. Das wäre eine feine Sache. Ich drücke die Daumen.

Fazit

Interessante Themen, viele TeilnehmerInnen, viele Gespräche. Die letzten gingen kurz vor Mitternacht. Für mich wird der Web Montag auch immer mehr zur Möglichkeit eigene Ideen in kleineren und größeren Gruppen zu wälzen, von neuen Trends zu erfahren oder einfach auch auf eine webaffine Frage eine oder mehrere gute Antworten zu erhalten.

Das einzige was mir leid tut ist, dass ich vor lauter mittwittern etc. vergessen habe Fotos zu machen.

Somit gibt es 1.000 Gründe beim nächsten mal wieder dabei zu sein.

Web Montag 11 in Wien

Wednesday, April 16th, 2008

Am 14. April 2008 fand in Wien der 11. Web Montag im werkzeugH statt – siehe Wiki-Seite Wien:11. Eigentlich könnte ich mir -und werde ich auch – heute eine Berichterstattung in diesem Blog sparen, denn Luca und Jürgen sind mir zuvor gekommen :-)

Jürgen bietet einen guten Überblick über die einzelnen Präsentationen des Abends, während Luca sich insbesondere der dritten Diskussionsrunde rund um die digitalks widmet. Nachdem die beiden damit die Berichterstattung gut abdecken werde ich mich hier nicht wieder holen.

Wer es gerne visuell hat, der findet in Flickr einige Schnappschüsse mit dem Tag “webmontagwien11″.

Als ganz persönlichen Eindruck habe ich für mich positiv vermerkt, dass es diesmal eine rege Diskussion zu den Präsentationen und Fragestellungen gab. Es gab diesmal auch einige “Neulinge”, die sich hoffentlich gut aufgenommen gefühlt haben. Nun, immerhin saßen sie auch noch länger beim “socializing”. Neue Gäste sind aber immer herzlich Willkommen. Man muss kein Geek oder ähnliches sein um dabei zu sein, es reicht ein Interesse an der Thematik Web.

Damit bleibt mir am Schluss nur nochmals der Hinweis: Auf Jürgen und Luca klicken :-)

Bericht zum 10. Web Montag in Wien am 3.3.08

Saturday, March 8th, 2008

Entschuldigt die Verspätung in der Berichterstattung. Am 3. März 2008 feierten wir mit dem 10. Web Montag Wien ein kleines Jubiläum. Die Anzahl der TeilnehmerInnen war um einiges höher als im Wiki Eintragungen vorhanden, ich würde mal so ca. 25 schätzen.

Wie für ein Jubiläum üblich gab es diesmal keine einzige Präsentation ;-) Daher “zerfiel” der Web Montag nach einer Vorstellungsrunde in einige kleinere – immer wieder wechselnde – Gruppen.

Es gab viele Diskussionen, man zeigte sich neue Projekte am Laptop, freute sich über bekannte Gesichter und lernte neue Menschen kennen. Das macht für mich auch das interessante am Web Montag aus. Viel Neues rund um Web (2.0) zu hören und auch tw. live ausprobieren zu können. Auch mit Fragen kann man auftauchen und diese mit anderen erörtern.

Nur als Beispiel nehme ich meine Erfahrungen vom 10. Web Montag. Ich lernte u.a. ein (für mich) neues Startup kennen, hatte einen eeePC live in der Hand – mitsamt Erfahrungsbericht des Besitzers – und für ein Projekt konnte ich gleich einen Fotografen engagieren.

Auch wenn es nichts Geplantes gab, so war der 10. Web Montag Wien für mich wieder ein Grund mich auf den 11. zu freuen. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Eric Eggert für die regelmäßige Organisation und allen TeilnehmerInnen für die offenen Gespräche.

Einige Fotos vom Event finden sich unter dem Tag “webmontagwien10” in meinem flickr Album.

Bericht zum 9. Web Montag in Wien am 10.12.07

Wednesday, December 12th, 2007

Der diesmonatige Web Montag Wien fand wieder im WerkzeugH statt.

Ich habe nicht mitgezählt, aber wir waren über 10 Personen. Nachfolgender Kurzbericht beruht auf meinem Live-Twitter-Feed.

Die erste Präsentation hielten Christopher Clay (Soup) und Esad Hajdarevic (Soup) von soup.io, natürlich zum Thema “soup.io”. Die ersten Ideen wurden im Metalab gesponnen. Nachdem Twitter, Tumblog,.. starteten war die Motivation da, die eigenen Ideen endlich umzusetzen

Die Finanzierung wurde über YEurope gestartet, da andere mögliche Financiers oft sehr bürokratisch waren. Christopher und Esad gründeten quasi eine Web 2.0 Wohngemeinschaft – in der sie nun gemeinsam wohnen und arbeiten. Wie sie selbst herausfinden mussten heißt ein Startups gründen auch durch Konflikte gehen. Den die beiden hatten zuerst noch einen dritten Partner.

Zur Domain: eine Adresse mit .com am Schluss war nicht zu finden. Daher soup.io – die man auch als “Soup! Yo” aussprechen kann ;-) Gut für die Bewerbung ist, dass fast jedem ein Wortspiel dazu einfällt und somit der Name schneller hängen bleibt. Die Firmenphilosophie der beiden lautet auch: “When in doubt, iterate faster!”

Die Frage nach einem Business Modell ist nur vage beantwortbar. So gibt es Ideen Domains für soup Nutzer/innen zu vertreiben.  Auch der Launch Termin war nicht ganz so geplant. Man informierte unterschiedlichste Medien. Verwunderlich war deren anschließende Berichterstattung. Kaum jemand setzte sich mit soup und seinen Funktionen auseinander. Bei Vergleichen mit “Konkurrenzprodukten” wurden diesen Eigenschaften zugewiesen, die sie gar nicht besaßen…

Derzeit gibt es 2.047 registrierte Benutzer/innen, 350 del.icio.us Bookmarks die auf soup.io verweisen und 289 Technorati Erwähnungen. Die große Hoffnung besteht mit Ende 2008 zwischen 50.000 bis 100.000 User zu haben.

Nächste Schritte: Weitere Finanzierungsrunde notwendig sowie eine Lokalisierung, das bedeutet eine deutschsprachige Oberfläche (dzt. nur englisch). Dazu ist Mitte Jänner im Metalab eine Launch Party zur deutschsprachigen Lokalisation geplant.

Den Präsentationsteil zur Technik kann ich nur rudimentär beschreiben, da ich davon nicht so viel verstehe. Man verzeihe mir daher ev. Irrtümer bzw. kommentiere diese bitte! Die Technik im Hintergrund ist RAILS. Der Server ist NGINX, mySQL dient als Datenbank. Soup.io läuft dabei auf eigenen Servern im Rechenzentrum. Vorteil ist, dass bei stark/schnell steigenden Zugriffszahlen die “Reaktionsgeschwindigkeit” höher ist. Man kauft die Hardware und integriert diese rasch im Rechenzentrum. Derzeit besteht nur eine 5prozentige Serverauslastung – also genügend Platz für mehr User.

Von den Anwesenden kommt die Frage “Registered User vs. Dead User”.  Dies können Esad und Christopher nur beschränkt abschätzen. Die Rate dürfte nicht zu hoch sein, da man soup.io auch ohne Anmeldung testen kann. Auch einer der Anwesenden meint, dass er soup.io rein als Feedaggregator verwendet. Die URL gibt er weiter, aber eingeloggt habe er sich schon lange nicht mehr.

Nächste Präsentation: Flo Ledermann – siehe sein gleichnamiger Blogbeitrag: Designing the perfect URL scheme for web apps. Dem Blogbeitrag folgen noch drei weitere – die dann auch das Konzept enthalten. Ich habe das ganze nur sehr oberflächlich verstanden. Die Experten in der Runde habe sich darin noch länger in kleineren Diskussionsgruppen vertieft.  Ich vertröste daher nochmals auf folgende Beiträge auf Flo Ledermanns Blog.

Nach den Präsentationen gab es noch lange (ich ging um 22.45 Uhr) Diskussionen und Gespräche in Kleingruppen. So habe ich mich z.B. länger über Mixxt ausgetauscht. Der Web Montag Wien war für mich wieder Gelegenheit einige neue Web Enthusiasten kennen zu lernen, bekannte Menschen wieder zu treffen und Erfahrungen, Ideen und Gedanken rund um das Web auszutauschen. Wieder lautet mein Fazit: Ich komme das nächste mal gerne wieder.

Bericht zum 8. Web Montag in Wien am 12.11.07

Wednesday, November 14th, 2007

Gestern fand der 8. Web Montag in Wien statt. Diesmal sind wir umgezogen, nämlich in das WerkzeugH. Hauptgrund war der barrierefreie Zugang des Lokals.

Und damit kämen wir schon zur ersten Präsentation, die von mir selbst gehalten wurde. Ich berichtete über die Accessibility Blog Parade, die von “Nur ein Blog” (also meinigem) und dem MAIN_blog durchgeführt wurde. In meiner Präsentation, die auf Slideshare abgelegt ist, findet ihr einige Links und Hinweise. Daher nur kurz. Die Blog Parade stand unter dem Titel “Über Barrieren im Netz” und wollte mit Hilfe von BloggerInnen genau diese identifizieren, zum nachdenken und diskutieren anregen und hat das meiner Meinung nach auch im kleinen Rahmen (gemessen an der “Blogosphere”) geschafft. Wer mehr wissen will und am 29. November in Wien ist kann – soweit ich weiß, als Weltpremiere – eine Blog Parade auch mal “live” erleben. Nähere Infos bei “Live Event zur Accessibility Blog Parade“.

Eric Eggert schlug ein bisschen in dieselbe Kerbe in dem er zum Thema “Gut gemeint ≠ Gut gemacht. Vom Versuch gute Webseiten zu entwickeln. Und dessen Scheitern.” seine Präsentation hielt, die ebenfalls bei Slideshare einsehbar ist. Als Beispiel musste u.a. auch mein Blog herhalten ;-) So kann man “Skiplinks”/Sprungmarken auch sehr unverständlich beschreiben, Kalender in Flash anbieten und sie damit fasst unbedienbar machen und auch die Anzeige von Bildern zu einer Detektivarbeit werden lassen. In Erics Präsentation ist dies anschaulich dargestellt.

Fabian Topfstedt gab einen kurzen Einblick in seine Erfahrungen von IPTV. Aus meinen rudimentären Twitter-Notizen: Früher gab es nur eine One-to-many Kommunikation, kaum Möglichkeit von Feedback Kanälen. Für Fernsehsendungen war die statistische Erhebung der Benutzer/innen kaum möglich oder fehleranfällig. Heute gibt es Many-to-many Kommunikation und Möglichkeiten für Nischensender. Große Player wie BBC, ZDF, NBC bieten IPTV mit ihren Archiven an – zeitlich beschränkt. Problem ist, dass User aus einzelnen Ländern aufgrund ihrer IP-Adresse von diesen Angeboten ausgesperrt werden (u.a. wegen Lizenzrechtlicher Probleme). Die Frage ist wer in Zukunft die großen Medienanbieter sein werden. Wenn User Archive nutzen können, kann man (wird man) damit Data Mining machen – und damit ev. auch das Fernsehangebot ändern? Zitat: “Technical equipment gets media playback capabilities. Event refrigerators do.”
In der nachfolgenden Diskussion wurden Fragen nach der Unterttitelung von Beiträgen gestellt, die Frage ob Fernsehen kein Massenmedium mehr ist erörtert und einiges mehr. Weitere Diskussionssplitter:

  • Euronews hat einen Kanal auf Youtube mit den “No Comment” Beiträgen eingerichtet
  • Beispiel zweier Fernsehsender die live auf die Beiträge des jeweilig anderen reagierten
  • Neu: Fernsehsendungen bekommen einen Permalink! Man kann somit auf sie verweisen und auch später darauf zugreifen…
  • Problem sind die unterschiedlichen Lizenzrechte, die z.B. nur zeitlich begrenzte Archive erlauben
  • Machen Kommentare Artikel vertrauenswürdiger?

Damit endete der Präsentationsteil. Nun nicht ganz. Meral Akin-Hecke wanderte mir ihrem Laptop von Tischecke zu Tischecke und präsentierte die neueste Idee von Digitalks (und anderen): “dig.it.all”. Bei dieser Veranstaltung steht die Bühne 2 Minuten lang jedem Projekt und jede Szene offen, die Web Netzwerke aufbaut. Das Zitat dazu “Prägnant, schnell und spannend”. Die Veranstaltung wird im Dezember stattfinden. Näheres in Kürze auf www.digitalks.at.

Die rund 20 TeilnehmerInnen blieben dann noch mehr oder minder lange sitzen, plauderten, tranken und aßen. Wie immer war es ein netter Abend an dem ich wieder einmal Menschen kennen lernen konnte, die sich mit Web und dem Leben rundherum und mittendrin beschäftigen, viel Neues hörte sowie Gedanken und Ideen austauschen konnte.

Bericht zum 7. Web Montag in Wien am 3.9.07

Wednesday, September 5th, 2007

Vorab: Ich danke für die Einladung einen kurzen Bericht über den Web Montag (3. September 2007) in Wien zu schreiben. Dieser ist eine etwas verlängerte Fassung meiner Twitterbeiträge, die ich direkt beim Web Montag in die Websphäre gesendet habe.

Mit schlussendlich rund 25 TeilnehmerInnen war es einer der bestbesuchtesten Web Montage, die ich bisweilen erlebt habe.

Hauptthema war diesmal die Vorstellung von Maptales. Flo Ledermann führte uns dabei durch die Funktionen dieses Webangebots. Maptales ermöglicht es – basierend auf Google Maps – Geschichten zu erzählen. Jedem kleinen Flecken auf dieser Welt kann man einen Text (unter Einbindung von Fotos) zuordnen. Einzelne Texte werden dann miteinander verbunden und können so eine Gesamtgeschichte ergeben, der man über eine Zeitlinie, über die Map oder von Text zu Text folgt. Natürlich fällt einem gleich als erstes Reiseberichte ein. Aber auch Kurzgeschichten, ganze Romane, Märchen, Dokumentationen und vieles mehr ist vorstellbar. (Wie wir in kleiner Runde später feststellten: Wenn eine Web 2.0 Applikation es nicht zulässt, das die BenutzerInnen ganz andere Dinge damit tun als die EntwicklerInnen intentiert haben, dann hat sie ein Problem ;-)

Geschichten können über die Map oder über eine Tagcloud gesucht (gebrowst) werden. Um Anreize zu schaffen überlegt das Maptales Team interessante Geschichten prominent zu platzieren. Wie diese ausgewählt werden ist noch in Diskussion, insbesondere ob Bewertungssysteme per Hand oder automatisiert mehr Sinn ergeben.

Geschichten haben eine Chronologie (einen zeitlichen Ablauf in dem die Einzeltexte angezeigt werden). Auch über diese Chronologie sind die Einzeltexte beliebig aufrufbar. Die Chronologie selbst ist frei einstellbar. Damit können auch noch nachträglich Geschichten (Reiseberichte,…) erstellt und realen Daten zugeordnet werden. Fiktives ist somit ebenfalls möglich. Aufgrund einer Softwareeinschränkung kann man aber leider derzeit nur bis zum Jahr 1970 zurückgehen. Dies soll aber aufgehoben werden um damit auch historische Berichte zu ermöglichen (Wie wäre es mit der Geschichte des Web?). Jeder einzelne Text kann mit unterschiedlichen Zugangsberechtigungen versehen werden. So kann ein Reisebericht veröffentlicht werden, für Freunde bietet er aber noch zusätzliche Texte und Bilder.

Eine Flickr-Importfunktion erlaubt das rasche Einbinden von Fotos. Die Verbindung nach außen ist per RSS Feeds für jede Geschichte möglich. Einsatzzwecke sind z.B. Live-Reiseberichte, mittels dem meine LeserInnen aktuell über einen neuen Ort, einen neuen Text informiert werden. Dass GPX auch unterstützt wird schreibe ich einfach hierhin und belasse es damit, da ich mich damit nicht auskenne.

In Überlegung sind noch die Einführung von Gruppen/Communities die ihren ganz eigenen Bereich auf Maptales haben können. Dies wäre eventuell eine Möglichkeit – die Frage wurde gestellt – wie man Geld verdienen könne, in dem man dies teilweise bezahlpflichtig mache. Weitere Einnahmequelle wäre – neben klassischer Werbeschaltung – das Framework von Maptales Interessierten anzubieten, die auf ihren eigenen Webangeboten dieses einbinden und für ihre eigenen Zwecke nutzen können.

Aktuelle Informationen zu Maptales bietet auch das dazugehörige Weblog.

Nächstes Thema was das BarCamp Vienna 2007 (29. und 30. September 2007 in Wien). Nach gemeinsamen Ansehen des BarCamp Berichts vom Juni 2007 – zu sehen direkt im BarCamp Wiki www.barcamp.at – gab es eine kurze Diskussion über etwaige weitere Themen fürs BarCamp. Kurze “Werbeinschaltung”: Für das BarCamp Vienna 2007 sind noch Plätze frei, Themenvorschläge gibt es schon einige, weitere werden gerne angenommen.

Michael Stenitzer stellte den Accessible Media Stammtisch vor. Die Kurzbeschreibung entnehme ich einfach dem Blog – besser könnte ich es auch nicht:

Der accessible media Stammtisch ist ein informelles Treffen für alle, die sich für das Thema “Barrierefreies Internet” interessieren. Ziel ist ein persönliches Kennenlernen und Plaudern in gemütlicher Athmosphäre bei einem oder mehreren Getränken. Wer interessante Ideen oder Projekte vorstellen möchte, ist herzlich dazu eingeladen – Diskussion inklusive.

Der dritte Stammtisch war gestern. Weitere folgen.

Danach ging es zum berühmten “socializing”. Zumindest in der Kleinrunde der ich beiwohnte gab es spannende und interessante Diskussionen von Facebook, über Twitter bis zur Frage von Privatsphäre im Web.

Zum Schluss der nochmalige Hinweis auf die Wikiseite zum 7. Web Montag. Der nächste Termin steht noch nicht fest.

Nachdem dies mein erster Bericht zum Web Montag Wien in diesem Weblog ist würde ich mich ganz besonders über Feedback freuen.